Jahresrechnung 2021 schliesst mit höherem Gewinn als budgetiert

Für das Rechnungsjahr 2021 schliesst die Erfolgsrechnung der Einwohnergemeinde Sissach mit einem Gewinn in der Höhe von 1 Mio. Franken ab. Die Rechnung fällt damit erneut besser aus als budgetiert. Geplant war ein Gewinn in der Höhe von 0.6 Mio. Franken.

Deutlich unter Budget lag – anders als aufgrund der Corona-Pandemie erwartet – der Aufwand für die Sozialhilfe. Dabei wird aber von einem ausserordentlichen Effekt ausgegangen und in den kommenden Jahren mit Auszahlungen über 1 Mio. Franken gerechnet. Ein zweiter wichtiger verbessernder Faktor waren die Einnahmen aus der Deponie Strickrain. Der immer noch knappe Deponieraum in der Region führte zu einer höheren Nachfrage in der gemeinsam mit der Bürgergemeinde betriebenen Inertstoffdeponie Strickrain. Dem gegenüber stehen tiefere Steuereinnahmen als budgetiert sowie deutlich höhere Beiträge in den Finanzausgleich und an die KESB.

Die Nettoinvestitionen 2021 lagen mit 0.7 Mio. Franken sehr deutlich unter den budgetierten 11.5 Mio. Franken. Dies hängt hauptsächlich mit der noch nicht begonnenen Grossinvestition Dreifachschulsporthalle (9 Mio. Franken) und diversen noch nicht realisierten Verkehrsinvestitionen zusammen. Im steuerfinanzierten Bereich lagen die Investitionen bei rund 1.4 Mio. Franken, im spezialfinanzierten Bereich bei -0.7 Mio. Franken, was darauf zurückzuführen ist, dass die Anwänderbeiträge die Investitionen übertrafen.

Der Selbstfinanzierungsgrad lag mit 209% im steuerfinanzierten Bereich deutlich über den langfristig anvisierten 100%. Der Selbstfinanzierungsgrad des Gesamthaushalts beträgt 385%.

Die Nettoverschuldung pro Kopf, welche seit Jahren einem Nettoguthaben entspricht, erhöht sich um 221 Franken auf ein Guthaben von 1'069 Franken pro Kopf. Damit liegt Sissach um über 3'420 Franken über dem kantonalen Wert.

Im Fazit steht Sissach finanziell auf gesunden Füssen und kann bei Notwendigkeit auf finanzielle Reserven zurückgreifen. Der Ausblick ist aber mit Unsicherheiten behaftet. Neben der Ungewissheit, ob sich die Pandemie wirklich dauerhaft entspannt hat, wirken sich auch die kriegerischen Auseinandersetzungen in Osteuropa wirtschaftlich und gesellschaftlich weit über diese Region aus. In der Gemeinde lassen die stagnierenden Steuererträge noch nicht geplante Investitionen ausser Erhaltungsinvestitionen im Planungszeitraum bis ca. 2026 kaum zu und steigende Kosten im Pflegebereich und im Bereich des Kindes- und Erwachsenenschutzes bereiten Sorge.

Sissach, 16. Mai 2022

Der Gemeinderat

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Lars Mazzucchelli
Vizepräsident, Finanzchef
Tel. 076 393 86 97, 
(Lars.Mazzucchelli@sissach.ch)

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