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Logopädischer Dienst Sissach

  
AdresseKirchgasse 18
4450 Sissach
Telefon061 971 42 16
SchulleitungNadia Gunzenhauser-Fricker
HauswartRoger Chrétien
 
Die Organisation des Logopädischen Dienstes richtet sich nach der Verordnung über den Förderunterricht für Sprachentwicklung und Kommunikation.
Die Therapiekosten für Vorschul- und Primarschulkinder tragen die Vertragsgemeinden. Die Therapiekosten für Jugendliche im Sekundarschulalter werden vom Kanton BL übernommen.

Zur Zeit betreuen fünf Logopädinnen mit insgesamt 250 Stellenprozenten 102 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 3 und 16 Jahren.

Die Logopädische Arbeit
Die Logopädie beschäftigt sich mit Störungen der gesprochenen und geschriebenen Sprache, mit Redeflussstörungen (Poltern und Stottern), Stimm-, Schluck- und Wahrnehmungsstörungen.
Die Logopädinnen arbeiten interdisziplinär zusammen mit Eltern, Lehrpersonen, anderen Therapeuten (Ergo- und Psychomotorik-Therapie), Fachärzten, Psychologen und Psychiatern.

Die Logopädische Abklärung
Aufgrund ihrer Ausbilung sind Logopädinnen berechtigt, selbst abzuklären und zu therapieren. Die Abklärung erfolgt in der Regel von der Therapeutin, die das Kind später auch behandelt. Alle Logopädinnen besuchen regelmässig Fortbildungskurse und die Supervision bei der Kinderneurologin Frau Dr. med. Lislott Ruf. Dies ermöglicht ihnen, besser und gezielter auf die individuelle Problematik des Kindes einzugehen und ein effektives Therapiekonzept anzubieten.

Die Therapiedauer
Die Therapiedauer ist sehr individuell und abhängig vom Schweregrad der Sprachstörung.
Bei kleineren Kindern wird mit einer Intervalltherapie gearbeitet, d.h. es werden immer wieder Therapiepausen eingelegt.

Die Anmeldung
Die Anmeldung eines Kindes kann schriftlich oder telefonisch erfolgen. Die Logopädinnen begrüssen eine persönliche Anmeldung durch die Eltern. So können Schwellenängste abgebaut und die Dringlichkeit einer eventuellen Therapie erfasst werden. Für eine schriftliche Anmeldung kann hier ein Formular als PDF heruntergeladen werden, das ausgefüllt und von den Eltern unterschrieben per Post an die oben genannte Adresse geschickt werden kann.

Alle fünf Logopädinnen nehmen Anmeldungen entgegen. Sie unterstehen der Schweigepflicht: Die Anmeldung benötigt keine ärztliche Zuweisung.

Die Anmeldungen werden auf eine Warteliste eingetragen, aber selbstverständlich individuell behandelt. Zum Anmeldeformular

Zeittafel Sprachentwicklung (Sprachverständnis  - Wortschatz - Artikulation - Grammatik)

bis 7. Woche
Schreiperiode (Reflexschreie)
6. Woche bis 6. Monat
erste Lallperiode
6. bis 9. Monat
zweite Lallperiode (absichtliche Lautnachahmungen)
Silbenverdopplungen: bababa, mamama
9. bis 12. Monat
Beginn zweckbestimmter Sprachäusserungen, erste Wörter: Mama, Papa, Wau-Wau
13. bis 15. Monat
Erste Wörter: Ball, nein, haben
Das Kind erwirbt die Laute: m/ b/ p/ n
Beginn gezielter Lautbildung
Einwortsätze (Fragen durch Betonung): Mama?
ab 2 Jahren
Zwei- und Dreiwortsätze: Papa weg? Is nit das. Nein, will nit.
Erstes Fragealter: Wo? Was?
Das Kind versteht sprachliche Inhalte oder Aufforderungen. Es kann sich auch Personen oder Gegenstände vorstellen und darüber sprechen, wenn sie nicht sichtbar sind.
Wortschatz: bis zu 50 Wörter, darunter Nomen, einfache Verben und Adjektive.
Neue Laute kommen dazu: w/ f/ t/ d
ab 2,5 Jahren
Erster Gebrauch von ich
Zunahme der Mehrwortsätze, Endungen an Nomen und Verben sind noch beliebig: Papa nit spielen, schlafen. Da kommen Mann.
Weitere Laute können gebildet werden: k/ g/ ch
Der Wortschatz nimmt erheblich zu, eigene Wortschöpfungen können auftreten: Meersuggi
ab 3 Jahren
Zu den einfachen Sätzen kommen Nebensätze dazu.
Zweites Fragealter: Warum? Wie? Was? Da ist eine Frau, die guckt aus dem Fenster. Warum?
Das Kind beginnt, schwierige Lautverbindungen zu lernen: bl/ kn/ gr
Das Sprachverständnis wird erweitert. Das Kind hat aufgrund seiner Erfahrung mit den Dingen die Fähigkeit, Vorstellungen aufzubauen. Es weiss, dass Wörter stellvertretend für Dinge stehen.
ab 4 Jahren
Die Bildung komplexer Sätze kann noch fehlerhaft sein. Gestern war ich mit Mama bei Doktor. Die Tropfen, die er mir gegebt hat, sind nicht gut.
Der Wortschatz wächst ständig. Farben und Präpositionen (auf, unter, im, in der) werden verwendet.
Das Sprachverständnis ermöglicht dem Kind, sich bestimmte Dinge vorzustellen und diese in einem Rollenspiel darzustellen. Es kann so tun als ob. Das Kind kann sich auf seine eigenen Vorstellungen verlassen und sich in die Vorstellungen seines Gegenübers hineinversetzen.
Bis auf die Zischlaute s/ z/ x/ sch und den Laut r, sowie schwierige Lautverbindungen beherrscht das Kind die Laute der Muttersprache.
Es kann zu einem "physiologischen Stottern" (lockere Wort- oder Silbenwiederholungen) kommen.
ab 6 Jahren
Jetzt sollten alle Laute korrekt gebildet werden können.
Die Grammatik wird weitgehend beherrscht, Gedankengänge können variiert ausgedrückt werden. Verschiedene Zeit- und Pluralformen sind vorhanden.
Kleine Geschichten werden nacherzählt.
Der Wortschatz ermöglicht einen differenzierten Ausdruck, sogar abstrakte Begriffe werden auf kindlichem Niveau sicher gehandhabt.
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