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Die Gemeinde Sissach bleibt "urwaldfreundlich"

Ob Kopierpapier oder Möbel, Hygienepapier oder Fensterrahmen: Täglich verwenden wir beträchtliche Mengen an Papier und Holz. Auch die öffentliche Hand hat einen grossen Holz- und Papierverbrauch. Die Gemeinde Sissach hat sich deshalb der Aktion «urwaldfreundlich» angeschlossen und hat sich 2017 rezertifiziert. Das bedeutet, sie setzt wenn immer möglich Recyclingpapier ein und pflegt einen sparsamen Umgang beim Gebrauch von Papier. Sie verzichtet auf Holz und Holzprodukte aus Raubbau und verwendet vorwiegend einheimisches Holz.

Jährlich gehen weltweit Waldflächen in der Grössenordnung von 13 Millionen Hektaren verloren, was der dreifachen Fläche der Schweiz entspricht. Ein wichtiger Grund für die Abholzung ist die Gewinnung von Holz für die Papierproduktion: Fast die Hälfte des industriell genutzten Holzes landet in Papierfabriken. Und wiederum ein Fünftel davon stammt aus Urwäldern in Südostasien, Südamerika oder Sibirien. Der Erhalt der Urwälder ist das Hauptziel von «urwaldfreundlich».

Die Aktion «urwaldfreundlich» ist aus einer Kampagne des verschollenen Urwaldaktivisten Bruno Manser entstanden. Dieser rief 1997 die Gemeinden, Kantone und andere Behörden dazu auf, beim Einkauf von Holz und Holzprodukten auf Raubholz aus Urwäldern zu verzichten. Betreut wird die Kampagne seit einigen Jahren vom Verein Ecopaper. Dieser setzt sich seit über 30 Jahren für einen nach-haltigen Umgang mit Papier und Holz ein.

Auch die Gemeinde Sissach macht bei «urwaldfreundlich» mit und hat 2017 ihr Engagement für die nächsten fünf Jahre bekräftigt. Der Entscheid, weiterhin die Kriterien von «urwaldfreundlich» erfüllen zu wollen, hat gute Gründe: Am Beispiel Papier und Holz lässt sich hervorragend aufzeigen, welche globalen Auswirkungen das Handeln hier in der Schweiz haben kann. Zudem nimmt der Papierkonsum trotz Digitalisierung laufend zu. Gerade der öffentlichen Hand sollte die nachhaltige Entwicklung am Herzen liegen. Einerseits haben wir eine Vorbildfunktion, die Behörden in der Schweiz beschaffen jährlich Material und Dienstleistungen im Wert von über 40 Milliarden Franken. Anderseits kann ein bewusster Umgang mit Papier auch Kosten sparen.

Auch Private können sich den Zielen der Aktion anschliessen und ihren Beitrag zum Schutz der Urwälder leisten, indem sie beim Kauf von Schreib- und Druckpapier sowie Papiertaschentüchern, WC- und Haushaltspapier konsequent Recyclingpapier wählen und bei der Anschaffung von Holzmöbeln auf das FSC-Label achten.

Wir freuen uns, dass wir uns rezertifiziert haben und eine «urwaldfreundliche-Gemeinde» bleiben. Wir laden die Bevölkerung herzlich ein, ihren Papier- und Holzbedarf ebenfalls kritisch zu hinterfragen.
Logo Urwaldfreundlich
 

Datum der Neuigkeit 22. Dez. 2017
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